Wir haben Shops wie Nexxin oder Qineva analysiert und optimiert. Dabei sehen wir immer wieder dieselben Muster. Hier sind die 7 wichtigsten Stellschrauben, mit denen wir aus „Online-Visitenkarten“ echte Verkaufsmaschinen machen.
1. Daten statt Bauchgefühl
Bevor du auch nur einen Euro in Werbung steckst: Siehst du, was passiert? Die meisten Shops fahren im Blindflug. Sie wissen nicht, woher die Käufer kommen oder an welcher Stelle im Checkout sie abbrechen. Ein sauberes E-Commerce-Tracking (Google Analytics 4 & Tag Manager) ist das Fundament. Nur wenn du weißt, dass dich ein Neukunde über Google Ads 15 Euro kostet, kannst du entscheiden, ob sich das lohnt. Fazit: Erst messen, dann optimieren.
2. Mobile First – Der Daumen entscheidet
Über 70% der Einkäufe im B2C-Bereich starten auf dem Smartphone. Wenn dein Shop auf dem Desktop wunderschön ist, aber am Handy die Produktbilder zu klein sind oder der „Kaufen“-Button verrutscht, verlierst du Kunden. Wir optimieren Shops radikal für die mobile Nutzung. Das Menü muss mit dem Daumen bedienbar sein, die Ladezeit muss unter 3 Sekunden liegen. Alles andere ist Umsatzverlust.
3. Der Warenkorb-Turbo – Upselling & Cross-Selling
Wie verdoppelst du deinen Umsatz, ohne einen einzigen neuen Kunden zu gewinnen? Indem du den durchschnittlichen Bestellwert (AOV) erhöhst.
• Cross-Selling – „Kunden kauften auch…“ (Passende Socken zu den Schuhen).
• Upselling – „Nimm das 3er-Paket und spare 10%“. Bei unserem Kunden Qineva haben wir durch intelligente Produkt-Bundles den Bestellwert massiv gesteigert. Der Aufwand für Versand und Logistik bleibt gleich, aber der Gewinn pro Paket steigt.
4. Vertrauen verkauft – Bewertungen & Trust
Im Internet kann der Kunde die Ware nicht anfassen. Er muss dir vertrauen. Nichts schafft mehr Vertrauen als die Meinung anderer Kunden.
• Integriere Produktbewertungen direkt auf der Artikelseite.
• Nutze Trust-Elemente wie „Trusted Shops“, „Sichere Zahlung“ oder „Bekannt aus…“ im sichtbaren Bereich. Ein Shop ohne Bewertungen wirkt wie ein leeres Restaurant – da geht niemand gerne als Erstes rein.
5. Umsatz auf Autopilot: E-Mail-Marketing
Der teuerste Kunde ist der Neukunde. Der günstigste ist der Bestandskunde. Trotzdem nutzen viele Shops E-Mails nur für die Bestellbestätigung. Das ist verschenktes Geld. Wir richten automatisierte E-Mail-Strecken ein:
• Warenkorb-Abbrecher -„ Hey, du hast da was vergessen…“ (Holt bis zu 15% der verlorenen Kunden zurück!).
• Welcome-Serie – Begrüße neue Kunden und gib ihnen einen Grund für den zweiten Kauf.
• Reaktivierung – Schreib Kunden an, die seit 6 Monaten nichts gekauft haben. Das läuft vollautomatisch im Hintergrund.
6. Der Checkout muss flutschen
Der Kunde hat das Produkt im Warenkorb. Jetzt darf nichts mehr schiefgehen. Jedes unnötige Formularfeld im Checkout ist eine Hürde.
• Biete Gastbestellungen an (kein Zwangskonto).
• Integriere moderne Zahlungsarten: Apple Pay, Google Pay und Klarna sind heute Standard. Wer erst seine Kreditkarte suchen muss, springt oft ab.
• Zeige Versandkosten transparent und frühzeitig an.
7. Sichtbarkeit – SEO & Performance Ads
Der beste Shop nützt nichts, wenn ihn niemand findet. Du brauchst einen Mix aus zwei Strategien:
1. SEO (Langfristig) – Optimiere deine Kategorieseiten auf Begriffe wie „Kürbiskernöl kaufen“ oder „Akustikpaneele Büro“. Das bringt kostenlosen Traffic.
2. Ads (Kurzfristig) – Nutze Google Shopping oder Social Ads, um gezielt kaufbereite Nutzer zu holen. Aber Achtung: Überwache deinen ROAS (Return on Ad Spend), damit du profitabel bleibst – so wie wir es bei Nexxin geschafft haben.
Fazit – Ein Shop wird nie „fertig“
E-Commerce ist kein Projekt, das man einmal baut und dann vergisst. Es ist ein Prozess. Wenn du an diesen 7 Schrauben drehst, wirst du merken: Dein Shop kann mehr.
